Gemeindezusammenschluss zwischen Ziegenhain und Ziegenhahn - 1994

IMG_6962
IMG_6963

Aus Zwei werde Eins.

1556 wird Ziegenhain erstmals schriftlich erwähnt und ein Jahr später der Ort Ziegenhahn erstmals genannt.

Ziegenhain gehört zum Kirchspiel Mehren und galt bis 1994 als eine der kleinsten, wenn nicht sogar die kleinste Gemeinde in Deutschland.

Seit 1994 gehört zur Ortsgemeinde Ziegenhain auch der Ortsteil Ziegenhahn. Ursprünglich gehörte Ziegenhahn zur Gemeinde Orfgen und somit zum Kirchspiel Flammersfeld.

Seit 1994 ist der ganze Ort kirchlich dem Kirchspiel Mehren zugeordnet, damit ist die Teilung in allen Bereichen aufgehoben.

In Zeiten der kleinen Dorfschulen wurde auch hier eine strikte Trennung gemacht: Die Kinder aus Ziegenhain gingen in die Dorfschule nach Mehren, während die Kinder aus Ziegenhahn in die Dorfschule Orfgen gehörten. So kam es nicht selten vor, dass Nachbarskinder gleichen Alters in unterschiedliche Schulen gingen und auch in unterschiedlichen Kirchen nahezu zeitgleich konfirmiert wurden.

Schulwege konnten daher von Freunden nicht gemeinsam gegangen werden und auch der sonntägliche Weg in die Kirche führte Nachbarsfamilien über viele Jahrhunderte in unterschiedliche Richtungen.

Die Grenze verlief von diesem Grenzstein als nahezu gerade Line die Straße „Zur Eiche“ hinterunter und teilte das ehemalige Bauernhaus, auf welches man direkt am Ende der Straße sieht, in zwei Teile: Einige Bewohner lebten somit in Ziegenhahn, andere Hausbewohner in Ziegenhain.

Im Herzen waren die „Ziegenhahner Bürger“ jedoch schon je her „Ziegenhainer“ und so wurden auch schon Jahrzehnte vor der Zusammenlegung sämtliche Feiern im Dorf gemeinsam gefeiert.